Geld - das
alles umfassende, jeden Bereich des täglichen Lebens berührende, heiß geliebte,
viel umstrittene oder arg verdammte Thema kommt hier einmal mehr zu Sprache.
Praktisch
ist es schon, insbesondere wenn man über genügend Geld verfügt, besonders als Tauschmittel.
Seit der Mensch mehr als einer ist, verschiedenen Tätigkeiten nachgeht, tauscht
er.
Diese Tauscherei ließ ihn wachsen aber auch, dank der damit verbunden Spezialisierungen,
auf einander angewiesen werden.
In der modernen Mediengesellschaft sind die Differenzierungen so hochgradig, verflochten
und zum Teil uneinsichtig, die Spezialisierungen dermaßen sensibel und feinfühlig,
daß es äußerst schwierig wird, konkrete, vor allem aber allgemein verbindliche,
Aussagen zu treffen. Trotzdem, oder gerade deswegen (?), ist Geld nach wie vor das
Äquivalent für die Resultate verschiedenster Tätigkeiten einzelner Personen, von
Interessengemeinschaften oder ganzen Nationen.
Seit Alters her ist der Mensch ebenfalls geneigt, Vorräte für Zeiten der Not aufzusparen
und anzulegen, auf die er bei Bedarf und Notwendigkeit zugreifen kann.
Geld eignet sich in der heutigen, reichhaltigen und komplexen Gesellschaft wegen
seiner Universalität, insbesondere seiner Konvertierbarkeit in andere Güter oder
Dienstleistungen, hervorragend für solche Vorratswirtschaft. Allerdings muß ein
jedermann zunächst über einen Mehrwert an Geld verfügen, bevor er ihn zur Vorratshaltung
gewinnbringend nutzen und verwenden kann. Gewinnbringend meint im erörterten Fall
zinsstiftend.
Das moderne Finanzsystem kennt inzwischen eine vielschichtige Palette unterschiedlichster
Produkte auf dem Geldsektor und Kreditunternehmen oder Finanzdienstleister überbieten
sich gegenseitig dem Verbraucher den Zugang zu dieser Vielfalt zu ermöglichen oder
zu vereinfachen.
Eine dieser praktischen Vereinfachungen bei Dienstleistungen ist für den Einzelverbraucher
das online-Banking. Es gestattet jedem einzelnen Bürger rund um die Uhr von einem
Personalcomputer den direkten Zugriff auf sein Konto, sei es um sein Guthaben einzusehen,
Neuigkeiten zum Thema Geld zu erfahren, Käufe oder Geldoperationen allgemein zu
tätigen oder ähnliche Verrichtungen mehr.
Ein relativ neues Produkt auf dem Geldmarkt, das Bankhäuser anbieten, ist das
Tagesgeld.
Es kombiniert die Vorzüge eines Girokontos mit dem eines Sparkontos bis zu einem
gewissen Grad. Abhängig von der Einlagenhöhe, die Bemessungsgrenze liegt oft bei
fünftausend, später bei fünfzigtausend Euro, erteilt das Bankunternehmen dem Kontonutzer
die Möglichkeit der freien Verfügbarkeit des Anlagebetrages bei gleichzeitiger Verzinsung
der Summe. Die Zinssätze differieren von von einem zum anderen Finanzunternehmen,
sind außerdem von der Einlagesumme abhängig. Positiv an dieser Sparform ist, daß
keine vertraglich fixierte Mindestlaufzeit für den Einlagebetrag vom Kreditunternehmen
gegenüber dem Sparer gefordert wird.
Im Gegensatz dazu hat der Kunde die Möglichkeit,
verschieden hohe Beträge, normalerweise besser verzinst, innerhalb eines bestimmten
Zeitraums bei der Bank festzuschreiben.